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Prof. Heinz Meyer

"ROLL-KUR"-Experte

Heinz Meyer, Jg. 1936, schloss sein psychologisches Studium mit dem Diplom ab, sein soziologisches Studium mit der Promotion. Er habilitierte sich in der Disziplin Soziologie und lehrte als Professor an den Hochschulen in Aachen und Wuppertal. In seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen ging es Meyer vor allem um die Verbindung der psychologischen sowie der soziologischen Analysen mit der biologischen Sicht, nämlich mit den Erkenntnissen der Verhaltensforschung und der Evolutionslehre.

Meyer wuchs auf dem elterlichen Hof mit Pferden auf, beschäftigte sich seit seiner frühen Jugend mit dem Reiten und stellte von ihm ausgebildete Pferde erfolgreich in Spring- und Dressurprüfungen vor.

Mehr als vierzig Jahre kommentierte Meyer in Fachzeitschriften den internationalen Turniersport, insbesondere die Dressurwettbewerbe. Er schrieb zahlreiche Lehrbeiträge zur Theorie des Reitens und zur Praxis der Ausbildung des Pferdes. Von 1967-1970 leitete er als Chefredakteur den Sankt Georg, war von 1970-1985 hippologischer Fachberater der Reiter Revue und von 1986-1997 ständiger Mitarbeiter des Sankt Georg. Derzeit ist er besonders an den Auswirkungen der Haltung sowie der reiterlichen Nutzung auf das Wohlbefinden und die Gesundheit Pferdes interessiert. Speziell über das Verhalten und die Befindlichkeiten des Pferdes schrieb er verschiedene Aufsätze in veterinärmedizinischen Zeitschriften, so über den Schmerz, über die Angst, über das Wohlbefinden und über das Lernen, auch über Vertrauen, Belohnung und Strafe sowie über den Tierschutz, der nach seiner Auffassung vor allem dann das Wohl des Pferdes stabil und effizient fördert, wenn er zugleich den "egoistischen" Interessen und Motiven des Menschen entspricht.

Meyer beschäftigte sich mit historischen, kulturellen, soziologischen und psychologischen Aspekten der Beziehung des Menschen zum Tier im Allgemeinen und zum Pferd im Besonderen. Zu diesen Komplexen veröffentlichte er die Bücher "Mensch und Pferd", "Der Mensch und das Tier", "Geschichte der Reiterkrieger" sowie "Das Erlebnis Reiten". Sein Verständnis der gymnastischen Ausbildung des Pferdes unter dem Sattel explizierte er in dem inzwischen in dritter Auflage erschienenen Lehrbuch "Reiten und Ausbilden". Für die Deutsche Reiterliche Vereinigung verfasste er in Buchform veröffentliche gutachterlichte Stellungnahmen zu den Themen "Schmerz, Heißbrand und Transponder" sowie "Zur Implantation des Transponders beim Reitpferd".

Über einem bereits im Jahre 1992 im Sankt Georg publizierten Kommentar von Heinz Meyer über die extreme Überzäumung des Pferdes stand Überschrift "ROLL-KUR". Mit diesem Begriff wird seit dieser Veröffentlichung die Haltung des Pferdes mit "aufgerolltem" Hals bezeichnet. Meyer erörterte in den folgenden Jahren in verschiedenen Zeitschriftenbeiträgen die von den Zielen der "orthodoxe" Ausbildung des Pferdes fortführenden Auswirkungen der extremen Überzäumung.

Sein im Verlag erschienenes Buch resultiert aus einer über Jahrzehnte sich erstreckenden Beschäftigung mit der Theorie und der Praxis der Ausbildung des Pferdes. Geschrieben ist es mit der Absicht, die extreme Überzäumung mit wissenschaftlicher Methode und unabhängig von nationalen, wettkampfsportlichen und ökonomischen Interessen als einen Irrweg der Reiterei zu analysieren und zu begründen.

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