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Dr. phil. Klaus Widdra

Xenophon-Experte 1. Ranges

Dr. phil. Klaus Widdra wurde am 5. Juli 1934 in Berlin geboren. Als neunjähriger nach Ostpreußen „evakuierter“ Bombenflüchtling kam er intensiv mit Pferden in Berührung und ließ sich vom „Pferde-Virus“ gründlich infizieren. In Itzehoe, Holstein, legte er nach vielen kriegs- und nachkriegsbedingten Wirren 1954 sein Abitur ab.

In Kiel und Marburg studierte er Klassische Philologie und promovierte 1959 mit „Xenophon - Reitkunst“ zum Dr. phil.. Er wurde 1961 Lektor für Klassische Philologie in Marburg, 1969 Akademischer Rat an der Universität des Saarlandes und trat 1972 in den Hessischen Schuldienst als Lehrer für Griechisch und Latein ein. Als Studiendirektor leitete er bis zu seiner Pensionierung (1996) die gymnasiale Oberstufe eines humanistischen Gymnasiums in Amöneburg. Während seiner Schultätigkeit gehörte er der hessischen Rahmenrichtlinien-Kommission Latein für die gymnasiale Oberstufe an. Nach seiner Pensionierung nahm und nimmt er an der Marburger Universität unterschiedliche Lehraufträge (Griechisch für Theologen, Latein für Klassische Philologen, Ethisch-philosophische Themen für Physiotherapeuten und Logopäden) wahr, arbeitet als Ehrenamtlicher im Marburger Stationären Hospiz und leitet mit seiner Frau zusammen eine Trauergruppe.

Xenophons „Reitkunst“ hatte ihn schon als sechzehnjährigen reit- und pferdebegeisterten Schüler in ihren Bann gezogen. Zusammen mit einem Klassenkameraden (dem später bedeutenden Hippologen Jasper Nissen) unternahm er „den kläglich gescheiterten Versuch“, den griechischen Text zu verstehen. Xenophon ließ ihn nicht los und war mitbestimmend für die Entscheidung, Klassische Philologie zu studieren. Während seines gesamten Studiums beschäftigte Widdra sich mit der „Reitkunst“. Einen ersten Abschluss bildeten seine Dissertation und die anschließende Veröffentlichung seiner Untersuchungen. Im Beruf wandte er sich anderen Texten und anderen Aufgaben zu. Doch für ihn als Privatmann blieb die „Reitkunst“ dominant und bestimmte sein weiteres Leben und das seiner Familie: „Nach Xenophons Prinzipien der Pferdehaltung und -ausbildung lernten und lernen wir alle, ich selbst, Ehefrau, Kinder und Enkel, den Umgang mit Pferden. Was mir am Schreibtisch zu Xenophon einfiel, konnte ich in der Reitbahn und im Gelände erproben, was mir im Umgang mit den Pferden auffiel, konnte ich mit Xenophon „diskutieren“. Gemeinsam bilden wir noch heute eigene Dressurpferde aus - von den allerersten Anfängen bis zur Klasse S - „von der Koppel bis zur“ Passage. Noch heute begleite ich meine Tochter und meine Enkelin zu ihren Dressurprüfungen.“

Widdra war etwa 25 Jahre im Vorstand seines heimischen „Reit- und Fahrvereins Ebsdorfer Grund“ tätig, davon 8 Jahre als 1. Vorsitzender.

E-Mail: klaus.widdra@t-online.de
Homepage: www.klauswiddra.de


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