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Michael Strick

sieht keine Alternative zur Systematik der Deutschen Reitlehre

Michael Strick (Jahrgang 1944)
ist das, was man mit einigem Recht einen reiterlichen Spätzünder nennen darf: Erst mit 18 Jahren schnuppert er (im Schlepptau einer gleichaltrigen Freundin aus besseren Verhältnissen) das erste Mal Pferdestallgeruch. Vermutlich infiziert er sich schon da mit dem Pferdevirus, den er ab jetzt nicht mehr los werden wird. Danach wiederholt er gerne die Mitfahrgelegenheit zu den Pferden. Allerdings wegen fehlender Sponsoring-Bereitschaft der eigenen Eltern mehr als Zuschauer denn als Reitschüler.
Kurz nach dem Erstkontakt mit dem Reitsport gerät allerdings das Thema wegen Ausbildung und Militärdienst schon aus dem Blickfeld. Nach Rückkehr ins Zivilleben startet with a littel help of my friends sein eigentlicher Berufsweg, dem er 25 Jahre begeistert treu bleibt: Als Texter und Creative Director in verschiedenen Düsseldorfer Werbeagenturen. Hier verdient er sich unter anderem auch das Geld für seine Passion, die so lange auf Eis gelegen hatte. Er fängt mit sechsundzwanzig jüngere Reiterkameraden haben da schon zwei Schuhkartons voller Schleifen gesammelt wieder mit dem Reiten an und kauft sein erstes Pferd: eine fünfjährige rabenschwarze Anglo-Araber-Stute namens Angora; leider beim Kauf total übersehen mit einem Stellungsfehler im rechten Sprunggelenk, was einer erhofften Springpferde-Karriere nicht förderlich ist.
Sein nächstes Pferd, Goldlack (von Goldfisch II), einem springgewaltigen, aber kaum zu regulierenden Hannoveraner Wallach, verschafft ihm einen Platz in der Springmannschaft seines Reitervereins. Trotz deutlicher reiterlicher Schwächen im Parcours (mehr Schneid als Können) übrigens nicht ganz zu unrecht. Denn wie irgendwann ein Turnierrichter in jener Zeit seinen Ritt nach einem wieder mal unerwarteten Null-Fehler-Ritt treffend über Lautsprecher kommentiert: Der Reiter konnte den Erfolg seines Pferdes nicht verhindern.
Die Turnierwochenenden lehren ihn bald zweierlei: Erstens, dass er als Reiter wohl schon zu alt ist, um auf einem Pferd instinktiv das zu lassen, was man instinktiv tun möchte. Und zweitens, dass hinter den unregelmäßigen Erfolgen elementare Ausbildungsmängel stecken bei Mensch und Tier. Aber zu der Zeit ist da niemand im Blickfeld, der genug Wissen und Können hat, um ihm bei seinem schwierigen Pferd zu helfen. Diese Hoffnung erfüllt sich auch auf einem Amateurreitlehrer-Lehrgang 1969 in Vechta trotz bestandener Prüfung nicht.
Endlich 1971 auf seinem zweiten Springreiterlehrgang unter der Leitung von Hans-Heinrich Micky Brinkmann in Warendorf lernt er den Mann kennen, der ihm ungeahnte Einsichten zu richtiger Sportpferdeausbildung vermitteln wird: den Hamburger und Holsteiner Meister der Springreiter in den Jahren 1969/70 Hans-Jürgen Naeve, damals mit dem Aufbau einer eigenen Reitschule auf seinem Gut Kirchhorst in Groß-Wittensee befasst. Mit diesem echten horse-man, dessen Springstil die Schulung durch einen ehemaligen Offizier der Kavallerieschule Hannover verrät, entsteht schon in Warendorf eine freundschaftliche Verbindung. Die führt dazu, dass das Jahr darauf für die Strickschen Reitambitionen ein Jahr Bahn brechender Erkenntnisse wird: An den zahlreichen und von beachtlichen Reisekosten begleiteten Besuchswochenenden auf Kirchhorst bekommt er die einmalige Gelegenheit jene beiden Halbblüter nachzureiten, die wegen ihrer katzenartigen Geschmeidigkeit über den Sprüngen schon in Warendorf alle Lehrgangsteilnehmer beeindruckten. Es sind Lehrpferde par exellence. Darüber hinaus öffnen ihm erstmals plausible Erklärungen zum Was, Warum und Wie der Deutschen Reitlehre die Augen und er begreift, dass man es im Dressur- wie im Springsattel mit Naturgesetzen zu tun bekommt, die man erkennen und beachten muss, um richtig Reiten lernen zu können.
Nach verlorenen Jahren festigt sich in Schleswig-Holstein für ihn eine Gewissheit, die seinen nachfolgenden Pferden zugute kommt. Und die er 25 Jahre später als reisender Trainer so mancher Reiterin und manchem Reiter nahe bringt, die vor den gleichen Fragen stehen, wie sie sich vor ihm in seinen Anfangsjahren aufgetürmt hatten: Um im Reitsport reproduzierbare Erfolge zu erzielen, gibt es für die Gymnastizierung eines Reitpferdes, bzw. für seinen korrekten Dressuraufbau, keine Alternative zur Systematik der Deutschen Reitlehre. Wohl aber eine Menge Erklärungsbedarf der Grund für seine Bücher DENKSPORT REITEN und DIE NATUR DER DEUTSCHEN REITLEHRE.

E-Mail: michelstrick@googlemail.com
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